Geschwister nicht alleine lassen

Im Kinderhospiz Bärenherz findet neben der Begleitung der erkrankten Kinder und deren Eltern auch eine professionelle Begleitung für die Geschwister statt. Ziel dieser Begleitung ist, den Kindern in ihrer aktuellen Situation Angebote zu schaffen um sie zu stärken, sie ernst zu nehmen und sie mit ihrer Trauer nicht alleine zu lassen.

Die Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung des Bruders oder der Schwester verändert im Leben alles. Plötzlich sind Mama und Papa traurig, der geplante Urlaub kann nicht stattfinden und alles hat sich verändert. In diesen Situationen fühlen sich Kinder oft alleine, wollen den Eltern nicht noch mehr Kummer machen und funktionieren einfach. Das Kinderhospiz unterstützt die Geschwister im Haus mit kreativen Angeboten, Ausflügen, Sternstunden (individuelle Angebote), Gruppenangebote (Abenteuertag) sowie Freizeiten. Hier können die Kinder spüren, dass sie jetzt an der Reihe sind und jemand für sie da ist. Dies geschieht natürlich alles in Absprache mit den Eltern. Ein wichtiges Ziel ist auch, die Eltern zu entlasten und ihnen den Rücken freizuhalten für die Zeit mit dem kranken Kind. Und manchmal ist hier auch das Organisieren des Alltags wichtig, sowie Fahrten in Kindergarten und Schule.

Im Kinderhospiz Bärenherz heißt es: „Wir können nicht dem Leben mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“. Es kann Raum und Zeit geschaffen werden, damit auch die Kinder – egal welchen Alters – Abschied nehmen können von Bruder oder Schwester. Den Tod begreifen hat mit Greifen, mit Verstehen zu tun. Gemeinsam mit den Geschwistern schauen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche Rituale zum Abschiednehmen wichtig und stimmig sind. Noch etwas gestalten dürfen, einen Brief schreiben, den Bruder noch mal berühren dürfen, sich von ihm verabschieden – all dies sind elementare Angebote die zum Begreifen des Todes wichtig sind. Hier begleitet das Kinderhospiz nach den Bedürfnissen der Kinder, es schafft Raum und Zeit.

Viele Familien erzählen, dass zurück im Alltag die Lücke, die das verstorbene Kind hinterlässt, erst richtig spürbar wird. Auch für Geschwister ist dies häufig eine schwierige Situation. Hierzu bietet Bärenherz Hausbesuche an, eventuell auch ein Gespräch mit Erziehern im Kindergarten oder Lehrern in der Schule. Bei den Hausbesuchen geht es darum, der Trauer Raum und Zeit zu geben, Erinnerungen zu wahren und für den Verstorbenen einen neuen Platz im Leben zu finden. Dies geschieht im kreativen Tun, im körperlichen Ausdruck oder einfach im Gespräch – je nach Alter des Kindes.

Dem Kinderhospiz Bärenherz ist es wichtig, dass sich jede Familie gut aufgehoben fühlt. Falls Fragen bezüglich der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche aufkommen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da und versuchen Lösungen zu finden und anzubieten.

Ansprechpartnerin

Nadine Mader

Telefon: 0611 / 360 11 10 43
E-Mail: n.mader@baerenherz.de

Ansprechpartnerin

Leonie Kauffmann

Telefon: 0611 / 360 11 10 43
E-Mail: l.kauffmann@baerenherz.de

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