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Den Weg gemeinsam gehen

Auch wenn das Kinderhospiz Bärenherz ein Ort des Lebens ist, gehören Krankheit und Tod jeden Tag zu unserer Realität. Trauer und Abschied beginnen nicht erst mit dem Tod, sondern bereits mit dem Moment, in dem eine Familie die Diagnose für eine lebensbegrenzende und fortschreitende Krankheit ihres Kindes erhält. Es ist ein Prozess, der auch weit über den Tod hinausgeht. Deshalb ist es wichtig, dass Bärenherz in diesem gesamten Prozess für die Familien da ist.

Jeder Mensch hat seine individuelle Art, mit Trauer und Abschied des eigenen schwer kranken und sterbenden Kindes umzugehen. Wir akzeptieren diese individuellen Arten der Trauer und tragen sie mit, selbst wenn wir sie zunächst nicht verstehen können. Wut und Verzweiflung und daraus resultierende Äußerungen und Handlungen halten wir gemeinsam mit den Familien aus. Wir unterstützen Eltern, Geschwister und die erkrankten Kinder dabei, Krankheit und Tod anzunehmen. Auf diesem Weg vermitteln wir durch unser Dasein und unsere Angebote Halt und Sicherheit, Raum, Zeit und Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Empfindungen. Dazu bieten wir Einzelgespräche an, wenn irgend möglich genau zu der Zeit, zu der sie gebraucht werden. Wir machen kreative Angebote, um den Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Unsere Räume sind Orte der Ruhe, Erdverbundenheit und gleichzeitig der Weite. Musik- und Entspannungstherapie unterstützen den Prozess der Entspannung und des Loslassens. Wir gestalten eine Vielzahl von individuellen Ritualen, um den Abschied zu erleichtern und Gemeinschaft erlebbar zu machen. Diese Gemeinschaft soll die trauernde Familie tragen. Wir bieten Gruppengespräche, Trauerkreise für Paare, Mütter und Väter und auch Wochenenden an, denn im Austausch mit anderen Eltern in ähnlicher Situation kann die eigene Situation reflektiert und das Gefühl des Alleinsein überwunden werden.

Unsere Trauerbegleitung ist immer situationsbezogen und verändert sich entsprechend. Kinder suchen sich selbst die Situation aus, in der sie über ihre Trauer sprechen wollen. Dies kommt oft sehr unvermittelt, zum Bespiel mitten beim Spielen. Wir sind gefordert, altersgemäß und spontan zu reagieren und das Gespräch in der Situation anzunehmen. Besonders wichtig ist die Zeit nach dem Tod eines Kindes. Wir gestalten sie mit vielen Ritualen wie Sargbemalung, Steinbemalung, Waschung des Kindes mit Eltern und Geschwistern, Abschiedsfeiern etc. Wir erleben diese Zeit als wichtig und intensiv, damit es der Familie gelingt, den Tod zu realisieren und anzunehmen, um dann wieder den gänzlich veränderten Alltag ohne das verstorbene Kind aufnehmen zu können. Da wir die große Bedeutung dieser Zeit nach dem Tod kennen, nehmen wir auch Familien mit bereits verstorbenen Kindern auf, damit wir durch dieses Angebot die Familien unterstützen können.

Diese Vielzahl an Angeboten der Trauerbegleitung steht den erkrankten Kindern selbst, ihren Geschwistern, Eltern, Verwandten, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung. Dies trifft auf die stationär wie auch auf die ambulant betreuten Familien zu. Und auch wenn die Betreuung durch Bärenherz endet, sind „unsere“ Familien jederzeit herzlich willkommen. Sie können sich bei Bedarf auch für Unterstützung an uns wenden. Ebenso vermitteln wir an niedergelassene Psychologen, Therapeuten und Selbsthilfegruppen für weiterführende Hilfen, die wir nicht anbieten können, und gestalten den Übergang.

Kontakt

Claudia Langanki

0611/360 11 10-31 (Tel.)
0611/360 11 10-50 (Fax)

E-Mail

 

Michael Knoll

0611/360 11 10-39 (Tel.)
0611/360 11 10-50 (Fax)

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